Wärmeentwicklung im Sommer – wichtige Hinweise für Ihr Tier


Sommer & Hitze: So schützen Sie Ihren Vierbeiner

der Sommer steht vor der Tür – für uns oft eine schöne Zeit, für unsere Vierbeiner jedoch schnell belastend. Hohe Temperaturen bringen Risiken mit sich, die häufig unterschätzt werden.

Damit Ihr Tier gut durch die heißen Tage kommt, haben wir die wichtigsten Hinweise für Sie zusammengestellt.

🚗 Wärmeentwicklung im Auto – oft unterschätzt

Ein Fahrzeug kann sich innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen.

Bereits bei 20 °C Außentemperatur steigt die Temperatur im Auto innerhalb von 30 Minuten auf etwa 36 °C an – auch ein geöffnetes Fenster bietet keinen ausreichenden Schutz.

Für Hunde wird das schnell lebensgefährlich.

☀️ Hitze belastet den Körper

Hunde und Katzen können ihre Körpertemperatur schlechter regulieren als wir Menschen.

Sie geben Wärme vor allem durch Hecheln und nur in geringem Maß über die Pfoten ab.

Nehmen  Sie

  • Starkes Hecheln
  • Häufiges Stehenbleiben

als Warnzeichen.

Vermeiden Sie intensive Aktivitäten bei hohen Temperaturen – bei den Kurznasen ist das häufig nur ein kurzer Spaziergang.

💧 Anzeichen von Austrocknung

Bei Hitze kann es  zu Flüssigkeitsmangel kommen. Mögliche Hinweise sind:

  • Klebrige Schleimhäute im Maul
  • Ungewöhnlicher Durst
  • Dunkler Urin oder seltener Urinabsatz
  • Schlappheit
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Verminderter Appetit
  • Eine Hautfalte bleibt länger bestehen

🥣 So können Sie Ihr Tier unterstützen

  • Stellen Sie jederzeit frisches Wasser bereit
  • Nehmen Sie Wasser auf Spaziergänge oder zu Unternehmungen mit
  • Feuchtfutter kann eine Alternative zum Trockenfutter sein
  • Wasser kann zusätzlich unter das Futter gemischt werden
  • Sorgen Sie für schattige und kühle Rückzugsorte

☀️ Achtung Sonnenbrand

Vor allem Tiere mit weißem oder sehr hellem Fell können empfindlich auf Sonneneinstrahlung reagieren. Hier sind insbesondere wenig behaarte Stellen wie Nasenrücken und Ohren betroffen.

Auch bei Tieren kann UV-Strahlung langfristige Schäden wie Tumorbildung verursachen.

Wenn Sie unsicher sind, was Sie bei Ihrem Tier bei hohen Temperaturen beachten sollten, sprechen Sie uns gerne an.

Wir sind für Sie da!


Gesundes Fell, gesunde Haut: So unterstützen Sie Ihr Tier richtig


Gesunde Haut und glänzendes Fell: So pflegen Sie Ihr Haustier richtig

Die Pflege von Haut und Haarkleid ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Haustieres. Ein glänzendes Fell gilt nicht ohne Grund als Zeichen für ein gesundes Tier.

Warum Haut und Fell so wichtig sind
Die Haut ist das größte Körperorgan und erfüllt viele wichtige Funktionen:

  • Schutz vor Witterung, Krankheitserregern, Allergenen und UV-Strahlen
  • Isolation gegen Kälte und Hitze
  • Wahrnehmung von Schmerz, Druck und Temperatur
  • Produktion von Vitamin D
  • Energiespeicherung
  • Kommunikation über Fellstellung und Duftstoffe

Aufbau des Fells
Das Haarkleid besteht aus zwei Schichten:

  • Deckhaar:
    Das Deckhaar ist die äußere Schicht, die Schutz vor Regen, Schmutz und UV-Strahlen bietet. Es ist oft gröber und dicker als die Unterwolle.
  • Unterwolle:
    Die Unterwolle ist die weiche, dichte Schicht unter dem Deckhaar, die für die Wärmeisolation sorgt.

Fellwechsel – besondere Pflege nötig
Zweimal im Jahr ist der Fellaustausch für 6 bis 8 Wochen besonders heftig: Mit abnehmender Tageslichtlänge und sinkenden Temperaturen bilden unsere Vierbeiner ihr Winterfell aus und stoßen es umgekehrt zum Frühjahr hin wieder ab. Zu den Zeiten dieses Fellwechsels benötigen Ihre Hausgenossen besonders viel Fellpflege.

Die richtige Fellpflege sorgt für einen reibungslosen Übergang und verringert das Risiko von Hautproblemen wie Juckreiz, Reizungen und Schuppen während des Fellwechsels.  V. a. bei Rassen mit starkem Unterfell kann während des Fellwechsels Juckreiz auftreten, da ausgefallene Haare, die im Fell hängen, pieken können. Tote Haare können von Bakterien zersetzt werden. So entsteht oft der typisch muffige Fellgeruch.

Auch Alter und Hormone beeinflussen den Fellwechsel:

  • ältere Tiere haaren häufig mehr
  • kastrierte Tiere haaren oft stärker
  • manche Hündinnen verlieren vor der Läufigkeit vermehrt Fell

Bürsten, Kämmen oder Baden?
Am einfachsten ist der regelmäßige Griff zur Bürste und zum Kamm. Oft tut auch eine Flohkamm sehr gute Dienste. Das Bürsten dient dazu, Schmutz und abgestorbene Haare aus dem Fell zu entfernen, Verfilzungen zu vermeiden, um keine optimalen Bedingungen für Parasiten zu bieten, und die Luftzirkulation im Fell zu erhöhen. Bürsten fördert zudem die Durchblutung und stimuliert so das Wachstum gesunder Haare. Zum anderen entdeckt man dabei Parasiten wie Zecken und Flöhe genauso wie Hautveränderungen und kann frühzeitig Abhilfe schaffen.

Baden wird nur in Ausnahmesituationen fällig. Benutzen Sie dabei immer ein spezielles Shampoo für Tiere, da auch scheinbar milde Babyshampoos einen sauren pH-Wert von ca. 5,5 haben, der das Mikrobiom der Tierhaut stören kann. Lassen Sie das Shampoo ausreichend lange einwirken, bevor Sie es wieder gründlich ausspülen. So entfernen Sie nicht nur starken Schmutz und Gerüche, sondern beseitigen gleichzeitig abgestorbene Zellen und entziehen auf diese Weise z.B. krank machenden Bakterien und Hefepilzen die Lebensgrundlage.

Probleme wie Juckreiz, trockene oder fettige Haut, Hautreizungen und -entzündungen bedürfen meist eines gezielten Einsatzes von Shampoos, Schäumen und/oder Sprays. Dafür ist die Untersuchung in der Tierarztpraxis nötig.

Pflege je nach Felltyp
Jeder Felltyp hat unterschiedliche Anforderungen. Nicht jedes Tier hat gleich viel Unterwolle. Zum Beispiel haben Kurzhaarhunde wie Boxer und Pinscher oft keine oder nur wenig Unterwolle.

Hunde, wie der Labrador Retriever, alle Schlittenhunde oder Schäferhunde und Katzen, die neben dem Deckhaar viel Unterwolle besitzen, sollten 2 bis 3x pro Woche und täglich während des Fellwechsels gebürstet werden, um lose Haare zu entfernen. Haben Hunde wie Bobtails oder Tibet Terrier oder Langhaarkatzen, wie Angora- oder Perserkatzen viel Unterwolle und zusätzlich langes Fell, sollten Sie diese täglich bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden. Bitte immer besonders auf Problemzonen wie hinter den Ohren und an den Beinen, unter den Achseln und in der Analregion achten. Knoten im Fell sollte man vorsichtig mit den Fingern entwirren, niemals mit Gewalt auskämmen. Verfilzte Knoten, die sich beim besten Willen nicht entwirren lassen, müssen vorsichtig herausgeschnitten werden.

Das Fell von Draht- oder Rauhaarhunden wie Schnauzern, vielen Terriern, Rauhaardackeln o. ä. ist wie der Name sagt, drahtig/rauh und geht oft mit viel Unterwolle einher. Da das Deckhaar dieser Hunde nicht von allein ausfällt, wird Trimmen alle 3 bis 4 Monate erforderlich, um alte Deckhaare zu entfernen.

Bei wellhaarigen Hunden, wie Pudeln oder Wasserhunden, findet kein Fellwechsel statt. Diese Hunde brauchen regelmäßiges Scheren. Bitte lassen Sie sich auch von uns die Ohrenpflege zeigen. Es macht weder Sinn diese Haare einfach zu kürzen, noch zu versuchen alle in einer Sitzung zu entfernen. Verfilzungen vermeiden sie, in dem Sie diese Hunde mehrmals pro Woche Kämmen.

Auch Katzen profitieren von regelmäßigem Bürsten, da es hilft, die Bildung von Haarballen zu reduzieren, die für Katzen ein gesundheitliches Problem darstellen können. Ein Tipp: nutzen sie nach dem Bürsten ein feuchtes Leder, um die restlichen losen Haare aus dem Fell zu entfernen. Spezielle Ergänzungsfuttermittel fördern eine natürliche Haarballenpassage.

„Sommerhaarschnitt“ – sinnvoll?
Bei Rassen mit viel Unterwolle, wie Huskys, Pomeranian und Golden Retriever, sollte man das Scheren vermeiden, da die Unterwolle als natürlicher Temperaturregulator fungiert und die Haut sowohl vor Kälte als auch vor Hitze schützt. Das Scheren kann den Wachstumszyklus des Fells stören und zu ungleichmäßigem Fellwachstum führen. Bei Wasserhunden wie Golden oder Labrador Retriever ist die Unterwolle extrem wichtig, da sie die Haut vor dem Austrocknen und der Unterkühlung im Wasser schützt und darüber hinaus notwendigen Auftrieb beim Schwimmen gibt.

Ernährung als Unterstützung
Eine ausgewogene Ernährung ist sehr wichtig für ein gesundes Fell.

  • Ihr Eiweiß liefert wichtige Aminosäuren für die Bildung von Keratin, einem wichtigen Bestandteil des Fells.
  • Biotin & Zink tragen zur normalen Funktion von Haut, Fell und Krallen bei.
  • Essenzielle Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 stärken die Hautbarriere.

Besonders in Zeiten erhöhten Bedarfs kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.

Lassen Sie sich dazu von uns beraten.

Wir sind für Sie da!


Zahngesundheit bei Hund & Katze: So erkennen Sie Probleme – und was tatsächlich hilft


Zahngesundheit für Vierbeiner – ein Leben ohne Schmerzen

Wussten Sie, dass Ihre Vierbeiner genauso auf eine gesunde Maulflora angewiesen sind wie wir Menschen auf eine gesunde Mundflora? Leider bleiben Zahnprobleme bei Tieren häufig lange unbemerkt – und können dann zu erheblichen Schmerzen und ernsthaften Entzündungen führen.

Schauen Sie Ihrem Tier regelmäßig ins Maul

Machen Sie es zur Gewohnheit, das Zahnfleisch und das Gebiss Ihres Tieres regelmäßig zu begutachten. Nur so lassen sich Veränderungen rechtzeitig feststellen, bevor sie zu einem ernsthaften Problem werden.

Kleine Hunderassen sind dabei besonders gefährdet: 42 Zähne auf engem Raum bedeuten häufig, dass die Zähne so eng stehen und eine natürliche Selbstreinigung kaum stattfinden kann. Bei kurznasigen Rassen ist diese Problematik oft noch extremer – die Zähne stehen durch den Platzmangel verdreht im Kiefer.

Auch Katzen neigen frühzeitig zu oft unerkannten Zahnerkrankungen.

Woran Sie erkennen, dass Ihr Tier Hilfe benötigt

Achten Sie auf folgende Warnsignale, die auf Zahnprobleme hindeuten können:

  • Ein plötzlich veränderter oder besonders intensiver Geruch aus dem Maul kann ein erstes Anzeichen für Zahnprobleme sein.
  • Gelbe oder bräunliche Beläge können unbehandelt zu Zahnfleischentzündungen und Infektionen führen.
  • Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten – besonders beim Zähneputzen – können auf eine beginnende Entzündung hinweisen.
  • Tiere mit Zahnbeschwerden meiden gerne hartes Futter, kauen zögerlich oder fressen anders als gewohnt.
  • Mehr Speichelfluss als üblich kann ein Hinweis auf Schmerzen im Maul sein.
  • Tiere, die versuchen, Beschwerden selbst zu lindern, reiben ihr Maul häufig an Gegenständen.

Wichtig zu wissen: Viele Tiere fressen trotz starker Schmerzen im Maul weiter – auch mit lockeren oder gebrochenen Zähnen. Schmerzen äußern sie spät und oft auf für Tierhalter schwer erkennbare Weise. Genau deshalb empfehlen wir eine jährliche professionelle Zahnuntersuchung – zum Beispiel im Rahmen der jährlichen Impfung oder des Gesundheitschecks – um die Zahngesundheit Ihres Tieres langfristig zu sichern.

Zähne putzen: Wenig Aufwand, große Wirkung

Das regelmäßige Zähneputzen ist die wirkungsvollste Maßnahme, die Sie für die Mundgesundheit Ihres Tieres ergreifen können. Idealerweise putzen Sie täglich – so wird es zur Routine. Das Putzen beugt Plaque und Zahnsteinbildung vor und schützt damit vor Entzündungen der Maulschleimhaut.

Für jedes Tier gibt es passende Zahnbürstenformen. Tierische Zahnpasta ist nicht nur in der Zusammensetzung auf Vierbeiner abgestimmt, sondern kommt auch in Geschmacksrichtungen, die Tiere gerne mögen. Wir beraten Sie gerne.

Schritt für Schritt zum erfolgreichen Zähneputzen

Am besten beginnen Sie bereits im Jungtieralter mit der Gewöhnung. Gehen Sie dabei behutsam und ohne Druck vor:

Beginnen Sie damit, Maul, Zähne und Zahnfleisch Ihres Tieres sanft mit dem Finger zu berühren. Ist Ihr Tier damit vertraut, greifen Sie am besten zunächst zu einer Fingerzahnbürste. Tauchen Sie diese in etwas, das Ihr Haustier mag – für Katzen beispielsweise der Saft einer Thunfischdose. Führen Sie die Bürste seitlich unter die Lefze ein und machen kreisende Bewegungen im Bereich der Eck- und Backenzähne. Schneidezähne und Innenflächen dürfen zunächst übersprungen werden.

Haben Sie Ihre Technik verfeinert, können Sie auf eine Zahnbürste mit Tierpasta umsteigen. Beenden Sie jede Zahnputz-Session mit Spiel, Streicheln und einem Leckerli – so verbindet Ihr Haustier die Routine mit etwas Positivem und freut sich im besten Fall bald sogar darauf.

Weitere Unterstützung für gesunde Zähne

Ergänzend zum Zähneputzen gibt es spezielle Futtersorten, die Zahnbelag reduzieren helfen. Auch Kauartikel, Kauspielzeug und zahnpflegende Ergänzungsfuttermittel können die Mundhygiene unterstützen – sprechen Sie uns gerne auf passende Empfehlungen an.

Da viele Tierhalter die Bedeutung der Zahngesundheit nicht kennen, führen wir bei der jährlichen Impfung oder dem Gesundheitscheck routinemäßig eine Zahnkontrolle durch, um Probleme möglichst früh zu entdecken.

 

Wann hatte Ihr Tier die letzte Zahnuntersuchung? Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

Wir sind für Sie da!


Tipps für einen entspannten Tierarztbesuch bei Hund und Katze


So gelingt ein stressfreier Tierarztbesuch

Arztbesuche sind für Zwei- und Vierbeiner oft aufregend. Um sie möglichst stressfrei und effektiv zu gestalten, ist eine passende Vorbereitung sehr sinnvoll.

Vorbereitung
Notieren Sie sich im Vorfeld alle Fragen, die Ihnen wichtig sind, und schreiben Sie wichtige Beobachtungen auf. Hilfreich ist es oft auch, wenn Sie wissen, welches Futter und welche Leckerli Sie genau füttern.

Zeigt Ihr Tier eine Lahmheit oder ein verändertes Verhalten, machen Sie Videos davon. Dies hilft, da das Tier in der Praxis diese Auffälligkeiten vielleicht gerade nicht zeigt oder sich durch Angst oder Schmerz schlecht untersuchen lässt.

Haben Sie einen sehr ängstlichen Vierbeiner, lassen Sie sich im Voraus vom Tierarzt Medikamente für Ihre Katze oder Ihren Hund geben, die zu mehr Lässigkeit führen und dennoch eine Blutdruckmessung, den Herzultraschall und Blutwerte kaum beeinflussen. Auch eine Narkose ist danach problemlos möglich. So fassen z. B. Tiere aus dem Tierschutz schneller Vertrauen, und der Tierarztbesuch wird entspannter.

Auf längere Sicht ist das sogenannte „medical training“ sehr sinnvoll. Dabei üben Sie  mit Ihrem Haustier, den Tierarztbesuch und die eventuell nötige Therapie entspannt zu tolerieren. Dies ist auch bei Katzen möglich. Lassen Sie sich beraten.

Die Transportbox
Die Transportbox sollte im Alltag als Rückzugs- und Wohlfühlort etabliert sein. Eine kuschlige Decke oder ein Lieblingsspielzeug machen sie noch attraktiver. Katzen lieben Wärme, sodass man auch ein angenehm temperiertes Wärmekissen hineinlegen kann.

Für die Untersuchung beim Tierarzt ist es wichtig, dass sich der Deckel der Transportbox möglichst einfach und geräuschlos komplett entfernen lässt.

Noch ein Tipp: Lassen Sie die Katze immer vom Arm in die vorne geöffnete, an der Tischkante stehende Transportbox einsteigen. So werden Schieben und Drücken hinfällig.

Terminvergabe
Achten Sie bei der Terminvergabe darauf, dass Sie einen Zeitpuffer eingeplant haben. So kommen Sie ruhig an, denn Stress überträgt sich von Ihnen direkt auf Ihr Tier. Fahren Sie möglichst defensiv, damit sich Ihr Tier in seiner Box wohlfühlt und weder die Box noch das Tier darin hin und her rutscht.

Ankunft beim Tierarzt
Tragen Sie den Transportbehälter möglichst erschütterungsfrei, ohne irgendwo gegenzustoßen. Deponieren Sie Katzenboxen in der Tierarztpraxis erhöht und sorgen Sie z. B. mit einem über die Box gelegten Handtuch dafür, dass Hunde nicht in das Blickfeld der Katze geraten.

Da Katzen sehr viel über Gerüche kommunizieren, hilft es, wenn das Handtuch schon zu Hause mit einem Wohlfühlduft oder einem Pheromon eingesprüht wurde.

Führen Sie Ihren Hund bitte an einer kurzen Leine mit gut sitzendem Halsband oder Geschirr in die Praxis.

Sprechen Sie in der Behandlung Ihre Fragen, Sorgen und Wünsche offen an. So können Unsicherheiten geklärt und gezielter geholfen werden.

Wir unterstützen gerne, denn entspannte Tierarztbesuche sind Teamarbeit.


Grasfressen bei Hund & Katze – harmlos oder ein Warnsignal?


🌿 Wenn Ihr Vierbeiner Gras frisst – was bedeutet das wirklich?

Haben Sie Ihren Hund oder Ihre Katze schon einmal beim genüsslichen Kauen von Gras beobachtet? Viele Tierbesitzer sind dabei zunächst verunsichert und fragen sich:
Ist das normal – oder ein Gesundheitsproblem?

 

🌱 Grasfressen – ein ganz normales Verhalten?

Studien zeigen:

  • 70 % der Wölfe und Pumas fressen Gras.
  • In einer Untersuchung mit 3.000 Hundehaltern gaben rund 70 % an, dass ihre Hunde täglich oder wöchentlich Gras fressen.
  • Nur 8 % zeigten Krankheitssymptome wie Magen-Darm-Probleme.
  • Etwa 22 % der Hunde, die Gras fressen, erbrechen danach.
    (Why do dogs and cats eat grass? B. Hart 2008)

Auch bei Katzen wurden ähnliche Zahlen festgestellt.
(Mystery solved? Why cats eat grass, Aug 2019, David Shultz)

➡️ Das bedeutet: Grasfressen kann ein völlig normales Verhalten sein – auch bei gesunden Tieren mit hochwertiger, ausgewogener Ernährung.

Viele Tiere lernen dieses Verhalten bereits als Welpen von ihren Eltern. Junge Tiere sind zusätzlich neugierig und testen vieles auf Schmackhaftigkeit – besonders frisches, junges Gras scheint besonders beliebt zu sein.

Bei Hunden kann der hohe Wassergehalt des Grases außerdem unterwegs etwas den Durst löschen.

 

🧠 Gras als Stressventil oder Beschäftigung?

Es wird diskutiert, ob Hunde und Katzen in stressigen Situationen Gras fressen, um sich abzulenken oder zu beruhigen. Wir wissen: Kauen und Schlecken wirken entspannend.

Beachten Sie jedoch: Auch körperliche Beschwerden wie chronische Schmerzen können Stress auslösen.

Viele Vierbeiner „fangen“ Grashalme spielerisch. Das Kauen kann zudem einfach ein Zeitvertreib sein – und Langeweile vertreiben.

 

🌾 Gras als „Selbsthilfe“ für den Körper?

Gras beeinflusst:

  • die Magensäure
  • die Darmmotorik
  • enthält viele Ballaststoffe

Deshalb kann es sinnvoll sein, bei häufigem Grasfressen gemeinsam mit dem Tierarzt zu prüfen, ob eine Anpassung der Futterration oder des Fütterungsmanagements empfehlenswert ist.

 

🚨 Wann kann Grasfressen auf ein Problem hinweisen?

Sie kennen Ihren tierischen Begleiter am besten.

Bitte lassen Sie Ihr Tier untersuchen, wenn es:

  • schlapp wirkt
  • über mehrere Tage deutlich mehr Gras als üblich frisst
  • mehrmals erbricht

In diesen Fällen sollte eine tierärztliche Abklärung erfolgen.

 

⚠️ Wann wird Grasfressen zum Gesundheitsrisiko?

Gras selbst ist nicht giftig, jedoch:

  • Es kann Schadstoffe aus der Umgebung aufnehmen
  • Spritz- oder Düngemittel können daran haften

Straßenrandgras oder frisch behandelte Felder sollten gemieden werden.

Achten Sie darauf, dass keine Giftpflanzen aufgenommen werden.

Weitere wichtige Hinweise:

  • Grashalme bleiben häufig beim Kotabsatz am After hängen.
    → Sie können vorsichtig und langsam daran ziehen und so helfen, den Halm zu entfernen.
    → Beachten Sie: Grashalme können kleine Schnitte im After oder Darm verursachen.
  • Wird Gras mit Schleim ausgeschieden, ist das meist unproblematisch.
    → Oft ist der nächste Kotabsatz wieder normal.
  • Selten kann es zu Durchfall, bei Katzen gelegentlich auch zu Verstopfung kommen.
  • Bei festgestellter Magenproblematik sollte Ihr Tier kein Gras fressen.
  • In sehr seltenen Fällen kann beim Erbrechen ein Grashalm von der Rachenhöhle in die Nasenhöhle gelangen.
    → Das Tier niest dann mehrfach.
    → In diesem Fall ist eine Entfernung in Kurznarkose durch den Tierarzt notwendig.
  • Lungenwürmer können über Grashalme aufgenommen werden.
    → Nicht alle Wurmmittel decken diese Parasiten ab.

 

🐾 Unser Fazit für Sie

Grasfressen gehört häufig zum normalen Verhalten von Hund und Katze.

Dennoch gilt:
Wenn Ihr Vierbeiner ungewöhnlich viel Gras frisst oder Veränderungen im Verhalten zeigt, sprechen Sie uns bitte an und lassen Sie sich beraten.

Vorsorge ist immer günstiger und schonender als die Therapie einer Erkrankung.


Warum Impfungen für Ihr Tier so wichtig sind


Impfschutz für Ihr Tier – Sicherheit durch Vorsorge

Der Schutz Ihres Tieres liegt uns am Herzen. Impfungen sind dabei ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsvorsorge für Hunde und Katzen. Gleichzeitig gibt es viele Fragen und unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema.

Deshalb möchten wir Ihnen die wissenschaftlichen Grundlagen verständlich erklären. Ein individuell auf Ihr Tier abgestimmtes Impfprogramm ist die beste und kostengünstigste Gesundheitsvorsorge und schützt zuverlässig vor schweren, teils tödlich verlaufenden Erkrankungen.

Warum Impfungen so wichtig sind
Deutschland gilt heute als tollwutfrei – ein großer Erfolg einer landesweit konsequent durchgeführten Impfkampagne. Dennoch kam es kürzlich zu einem Tollwutfall bei einem nach Deutschland importierten Hund mit gefälschtem Impfpass.

Auch andere Erkrankungen wie Parvovirose oder Leptospirose treten weiterhin auf und fordern viele Todesfälle bei Hunden mit unzureichendem Impfschutz. Die Leptospirose ist zusätzlich für den Menschen krankmachend.

Gerade in Zeiten von illegalen Welpentransporten und zunehmendem Reiseverkehr ist ein gezielter Schutz wichtiger denn je.

Unser Ziel:
Mindestens 70 % der Tiere einer Population sollten geimpft sein, damit sich Infektionskrankheiten nicht zu einer Epidemie ausweiten können. Gleichzeitig soll jedes einzelne Tier nur so häufig wie nötig und gegen die individuell passenden Erkrankungen geschützt werden.

Wie funktioniert eine Impfung?
Das Immunsystem erkennt Krankheitserreger als körperfremd und bildet spezifische Antikörper dagegen.

Durch den Kontakt mit abgeschwächten oder unschädlich gemachten Erregern bildet der Körper zusätzlich sogenannte „Gedächtniszellen“. Kommt es später zu einer Infektion mit dem echten Erreger, kann das Immunsystem schneller und deutlich effektiver reagieren.

Der Impfschutz verhindert die Erkrankung vollständig oder schwächt ihren Verlauf zumindest deutlich ab.

Wie lange eine Immunität anhält, hängt vom Erreger, vom Impfstoff und vom individuellen Immunsystem ab. Impfungen gegen Tollwut-, Parvo- oder Panleukopenie-Viren erzeugen beispielsweise einen länger anhaltenden Schutz als Impfungen gegen bakterielle Erkrankungen wie Leptospirose oder gegen Bordetellen.

Da der Impfschutz mit der Zeit nachlässt, sind regelmäßige Auffrischungsimpfungen notwendig.
Die Ständige Impfkommission Veterinär (StikoVet) passt ihre Empfehlungen regelmäßig an die aktuelle Seuchensituation an.

Was bedeutet Grundimmunisierung?
Die Grundimmunisierung stellt sicher, dass die Menge der Antikörper bis zur nächsten Impfung in schützender Höhe vorhanden ist.

Impfstoffe, die abgeschwächte Erreger enthalten, sogenannte Lebendimpfstoffe, benötigen oft nur eine Injektion, um dies zu erreichen. Bei inaktivierten Impfstoffen sind meist zwei Injektionen im Abstand von 3 bis 4 Wochen nötig.

Dies gilt für Tiere, die älter als 16 Wochen alt sind, da zu diesem Zeitpunkt keine sogenannten maternalen Antikörper mehr vorhanden sind. Dies sind die Antikörper, die von dem Muttertier auf den Welpen z.B. über die Muttermilch übertragen werden. Bei Welpen werden Impfungen in der 8., 12. und 16. Lebenswochen empfohlen, um sicherzustellen, dass der Welpe zu jedem Zeitpunkt gegen diese sonst oft tödlich verlaufenden Krankheiten geschützt ist.

Sonderfall Tollwut & Reisen
Die Tollwutverordnung regelt den Umgang mit diesem Impfstoff.

Wenn Sie mit Ihrem Tier ins Ausland reisen möchten, sprechen Sie uns bitte frühzeitig an. Die Impfung muss im EU-Heimtierausweis dokumentiert werden. Je nach Reiseziel gelten Wartezeiten oder zusätzliche Anforderungen wie ein ausreichender Impftiter.

Bitte beachten Sie: Treten bei einem ungeimpften Tier Symptome auf, die auf Tollwut hindeuten, kann im Ernstfall eine behördlich angeordnete Tötung erfolgen.

Impfschutz im Alter
Wie beim Menschen wird auch bei Tieren das Immunsystem im Laufe des Lebens weniger effektiv. Ein ausreichender Impfschutz bleibt daher besonders wichtig.

Im jährlichen Impfgespräch wird Ihr Tier sorgfältig untersucht und gemeinsam besprochen, welche Impfungen notwendig und sinnvoll sind. In bestimmten Fällen kann ein Bluttest helfen zu prüfen, ob noch ein ausreichender Antikörperspiegel vorhanden ist.

Impfreaktionen
Leichte Reaktionen wie Fieber oder eine Schwellung an der Injektionsstelle können auftreten. Mit modernen Impfstoffen sind schwerwiegende Nebenwirkungen jedoch äußerst selten und stehen in keinem Verhältnis zum gesundheitlichen Nutzen.

Wir beraten Sie individuell und stimmen den Impfschutz genau auf Ihr Tier ab.

Wenn Sie Fragen haben oder den Impfstatus Ihres Tieres überprüfen lassen möchten, vereinbaren Sie gerne einen Termin.


Einige relevante Parasiten und warum Vorsorge so wichtig ist


Flöhe, Zecken und Endoparasiten – Risiken erkennen

Parasiten stellen eine besondere Herausforderung dar, da viele von ihnen lange Zeit unbemerkt bleiben. Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Parasitenarten geben und erläutern, warum eine individuell abgestimmte Vorsorge so wichtig ist.

Flöhe – klein, anpassungsfähig und oft unterschätzt
Flöhe sind kleine, flügellose Insekten mit enormer Sprungkraft. Sie gelangen nicht nur über andere Tiere, sondern auch über Kleidung, Taschen oder offene Fenster in Wohnungen. Auch Wohnungskatzen können betroffen sein.

Nur die erwachsenen Flöhe leben auf dem Tier und ernähren sich von Blut. Dies kann starken Juckreiz verursachen, Allergien auslösen und Krankheiten übertragen, die sowohl Tiere als auch Menschen betreffen können, wie etwa den Gurkenkernbandwurm oder die Katzenkratzkrankheit.

Ein einzelner Floh kann bis zu 50 Eier pro Tag legen. Diese fallen vom Tier in die Umgebung und entwickeln sich dort über Larven und Puppen weiter. Unter idealen Bedingungen vergehen etwa 14 Tage, bis aus einem Ei ein erwachsener Floh entsteht. Besonders problematisch ist die widerstandsfähige Puppenphase, in der Flöhe bis zu einem Jahr in der Umgebung überleben können.

Rund 95 % der Flohpopulation befindet sich nicht auf dem Tier, sondern in der Wohnung oder der Umgebung. Wird ein Flohbefall sichtbar, sind meist bereits Eier, Larven oder Puppen vorhanden. Deshalb dauert eine effektive Behandlung häufig mehrere Monate. Eine wirksame Vorsorge muss alle Entwicklungsstadien berücksichtigen.

Zecken – unauffällig, aber gefährlich
Zecken sind eng mit Spinnen verwandt und ernähren sich ebenfalls von Blut. In Deutschland ist mit Zeckenbefall zu rechnen, solange kein Schnee liegt – in vielen Regionen also nahezu ganzjährig.

Sie übertragen zahlreiche, teilweise schwer oder nicht heilbare Krankheiten. Dazu zählen unter anderem Babesiose, Borreliose und FSME. Etwa jede fünfte Zecke kann Träger eines Krankheitserregers sein.

Die meisten Zecken halten sich in 10 bis 20 cm hoher Vegetation auf und werden beim Vorbeigehen abgestreift. Besonders Nymphen, die kleiner als 1 mm sind, bleiben im Fell häufig unentdeckt. Auch erwachsene Zecken werden oft erst bemerkt, wenn sie sich bereits mit Blut vollgesogen haben.

Endoparasiten – die unsichtbare Gefahr
Endoparasiten verursachen häufig erst bei massivem Befall Symptome. Viele dieser Parasiten können sowohl Tiere als auch Menschen infizieren. Dazu zählen unter anderem Rundwürmer, Bandwürmer sowie Einzeller wie Giardien oder Kokkzidien.

Die Wurmeier gelangen über den Kot in die Umwelt und tragen zur Verseuchung von Böden, Grünflächen und Spielplätzen bei. Besonders kleine Kinder und Menschen im eigenen Haushalt können dadurch gefährdet sein. Regelmäßige Vorsorge hilft, diese Risiken deutlich zu reduzieren.

Da es keinen Wirkstoff gegen alle Parasiten gibt und Symptome häufig unspezifisch sind, ist eine tierärztliche Beratung unverzichtbar.

Individuelle Vorsorge und tierärztliche Beratung
Das Parasitenrisiko unterscheidet sich von Land zu Land, zwischen verschiedenen Regionen sowie je nach Alter, Gesundheitszustand und Lebensstil des Tieres. Es gibt unterschiedliche Anwendungsformen von Antiparasitika mit jeweils verschiedenen Wirkstoffen und Wirkdauern.

Eine pauschale Lösung gibt es nicht – maßgeschneiderte Vorsorge ist der Schlüssel.

Bitte kaufen Sie keine Antiparasitika aus unsicheren Online-Quellen. Dort kann nicht gewährleistet werden, dass Inhalt und Deklaration übereinstimmen. In Deutschland zugelassene Tierarzneimittel müssen ihre Wirksamkeit, Sicherheit und gleichbleibende Qualität nachweisen.

Viele frei verkäufliche, als „natürlich“ beworbene Alternativen unterliegen diesen Kontrollen nicht. Für sie existieren keine wissenschaftlich belegten Daten, die einen Schutz vor Parasiten oder den von ihnen übertragenen Krankheiten belegen. Einige Substanzen, wie etwa Teebaumöl, sind für Katzen sogar giftig.

Ganzjähriger Schutz beginnt mit Wissen
Lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis individuell beraten. Gemeinsam entwickeln wir einen Vorsorgeplan, der zu Ihrem Tier, Ihrem Lebensstil und Ihrem Haushalt passt.

So schützen Sie nicht nur Ihren Vierbeiner, sondern auch sich selbst und Ihre Familie – heute und das ganze Jahr über. 🐾

Wir sind für Sie da!


Warum Parasiten heute ein Thema für jeden Tierhalter sind


Ganzjähriger Schutz für Ihr Tier beginnt mit Wissen

Parasiten sind kleine Lebewesen, die auf Kosten unserer Haustiere leben. Sie können entweder außerhalb des Körpers als sogenannte Ektoparasiten oder innerhalb des Körpers als Endoparasiten vorkommen. Viele von ihnen können von Tieren auf Menschen übertragen werden. Das mag zunächst beunruhigend klingen, doch mit gezielter Vorsorge und tierärztlicher Beratung lassen sich diese Risiken sehr gut kontrollieren.

Warum Parasiten heute ein Ganzjahresthema sind
Parasiten profitieren von dem immer dichteren Zusammenleben von Menschen und Tieren. Innerhalb von Städten stellen Parks und Grünflächen Gemeinschaftsflächen für Wild- und Haustiere dar. Dadurch können Parasiten von Wildtieren auf Haustiere übergehen und gelangen in unsere Häuser und Gärten.

In Städten liegen die Temperaturen häufig mehr als 2 °C über denen des Umlands. Diese Bedingungen verschaffen Parasiten zusätzliche Vorteile. Hinzu kommt der Klimawandel: Die Winter werden tendenziell kürzer und milder, wodurch viele Parasiten keine echte Ruhephase mehr haben. Unter diesen Voraussetzungen können Flöhe, Zecken und andere Parasiten Haustiere zu jeder Jahreszeit befallen.

Auch das Reisen mit Haustieren spielt eine wichtige Rolle. Hunde kommen dabei mit Parasiten in Kontakt, die hier früher nicht vorkamen. Diese können sogenannte Reisekrankheiten übertragen. Langfristig führt dies dazu, dass sich durch Parasiten übertragene Erkrankungen auch in neuen Regionen etablieren.

Ein Beispiel hierfür ist die Babesiose, die mittlerweile in Deutschland heimisch ist und unbehandelt tödlich verlaufen kann.

Warum Wissen eine zentrale Rolle spielt
Viele Parasiten und die von ihnen übertragenen Erkrankungen betreffen nicht nur Tiere, sondern können auch für Menschen ein Risiko darstellen. Regelmäßige Vorsorge und eine fachliche Einschätzung helfen dabei, Risiken richtig einzuordnen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Ganzjähriger Schutz beginnt mit Wissen und mit individueller tierärztlicher Beratung.

Wir sind für Sie da!


Gute Vorsätze fürs neue Jahr – auch für Ihren Vierbeiner


Gesund bleiben, bevor man krank wird: Vorsorge für ein langes Tierleben

Viele von uns haben das neue Jahr mit guten Vorsätzen begonnen. Meist betreffen sie unsere eigene Gesundheit. Für unsere Vierbeiner wäre es jedoch ebenso hilfreich, nicht erst dann zum Tierarzt zu gehen, wenn unser Hausgenosse krank erscheint.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten vorzusorgen, damit Krankheiten mit oder ohne Schmerzen nicht oder deutlich später auftreten.

Was bedeutet Vorsorge?
Vieles ist ganz einfach und kostenfrei, manches mit Kosten verbunden. Diese sind allerdings in der Regel viel günstiger, da wir proaktiv handeln und Krankheiten vermeiden können, als wenn wir versuchen, beim Auftreten von Symptomen chronischer Erkrankungen wieder ein lebenswertes Leben herzustellen.

1.  Regelmäßige Gewichtskontrolle
Steigt das Gewicht von Mal zu Mal, sollte die Fütterung überprüft und besprochen werden. Denn Übergewicht ist kein Schönheitsproblem, sondern das am weitesten verbreitete Gesundheitsproblem in Deutschland.

Genauso gilt: Fällt das Gewicht stetig, ohne dass die Fütterung geändert wurde, ist dies oft ein Hinweis auf eine für Sie als Tierhalter noch symptomlose Erkrankung.

 2. Parasitenprophylaxe
Mittlerweile gibt es die regelmäßig tödlich verlaufende, früher als Reisekrankheit bezeichnete Erkrankung Babesiose auch in Deutschland. Sie wird von einer speziellen Zeckenart übertragen. Daher ist eine ganzjährige Zeckenprophylaxe in den meisten Regionen sehr sinnvoll.

Sprechen Sie uns auf das richtige Produkt für Ihr Tier an.

Wurm- oder Flohbefall sind belastend für Tier und Mensch. Die Prophylaxe ist um ein Vielfaches einfacher als eine Therapie.

3. Anpassung der Fütterung
Nicht umsonst gibt es den Spruch „man ist, was man isst“. Dieser gilt auch für unsere vierbeinigen Mitbewohner. Sowohl ganz junge als auch alternde Tiere benötigen anderes Futter als erwachsene Tiere, da sich der Stoffwechsel unterscheidet.

Zusätzlich hat jedes Tier und natürlich auch jeder Tierhalter individuelle Ansprüche. Sprechen Sie uns an und wir unterstützen Sie bei der Auswahl der passenden Ration für Ihren Liebling.

4. Zahnpflege
Tägliches Zähneputzen hilft, die Zahngesundheit möglichst lange zu erhalten. Oft ist die Zahnsteinentfernung nötig, um die Zähne zu erhalten und Schmerzen zu vermeiden.

Gerne geben wir Ihnen zusätzliche Tipps in einem Prophylaxegespräch.

5. Augenpflege
Speziell bei unseren kurznasigen Tiere ist es wichtig, dass Sie als Tierhalter wissen, wie die passende Pflege für Ihr Tier aussieht. Oft ist es sinnvoll, täglich geeignete, anfeuchtende Augentropfen zu verabreichen, um Schäden der Hornhaut zu vermeiden.

Kneift Ihr Hund das Auge zu oder bemerken Sie eine Dunkelfärbung der Hornhaut, ist es deutlich aufwändiger und manchmal unmöglich, die vollständige Genesung herbeizuführen.

6. Allgemeinuntersuchung durch den Tierarzt
Durch das tägliche Zusammenleben fallen Veränderungen oft erst sehr spät auf, da sie schleichend entstehen.

Oft ist die Antwort auf unsere Frage „Seit wann fällt Ihnen …auf“ auch“ die Antwort, „Ich dachte, das ist normal beim Älterwerden“ oder „Das hat er/sie sich angewöhnt“.

Veränderungen des Gangbildes oder beim Aufsuchen von Liegeplätzen sind häufig Hinweise auf Schmerzen im Bewegungsapparat. Fällt irgendwann eine Lahmheit auf, ist die Muskulatur oft bereits stark abgebaut. Jeder von uns weiß, dass es einfacher ist, Muskulatur zu erhalten als, als sie wieder aufzubauen.

Katzen sind Meister im Verbergen von Erkrankungen. Stellen wir beispielsweise bei der Untersuchung eine erhöhte Herzfrequenz fest und können eventuell sogar die Schilddrüse ertasten, gibt uns der Schilddrüsenwert im Blut Aufschluss über eine mögliche Schilddrüsenüberfunktion. Diese lässt sich meist über lange Zeit gut therapieren, sodass die Katze ein lebenswertes Leben führen kann. Wird uns eine Katze jedoch erst mit Erbrechen oder gar Sehverlust aufgrund einer fortgeschrittenen, bislang unbekannten Schilddrüsenüberfunktion vorgestellt, bleibt unklar, ob das Sehvermögen wiederhergestellt werden kann.

7. Blutwertkontrolle
Labore geben Referenzbereiche vor, die anzeigen, dass gemessene Werte, innerhalb dieser Bereiche mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ordnung sind. Da jedoch jedes Individuum eigene Normalwerte hat, ist es wichtig, diese wenigstens einmal zu einem Zeitpunkt zu bestimmen, an dem Ihr Tier sicher gesund ist. Schon kontinuierliche Veränderungen innerhalb des Normalbereichs können wichtige Hinweise z. B. auf Funktionsverlust oder Überlastung von Niere, Leber und Bauchspeicheldrüse geben. Wird dies frühzeitig erkannt, helfen oft eine Futterumstellung und die Unterstützung mit geeigneten Ernährungsergänzungsfuttermitteln, diese Organe in ihrer Funktion zu unterstützen.

8. Ultraschalluntersuchungen
Bei festgestelltem Herzgeräusch oder verändertem Herzrhythmus, genauso bei Rassen, die zu Herzerkrankungen neigen, wie z.B. der Cavalier King Charles Spaniel, ist ein Herzultraschall nötig, um festzustellen, ob und wenn ja, welche Therapie sinnvoll ist.

Beim alternden Rüden macht, vergleichbar mit dem Mann, ein regelmäßiger Prostata-Check Sinn.

9. Blutdruckmessung
Die Blutdruckmessung ist bei Katzen genauso wichtig wie bei uns Menschen, da es auch bei ihnen Bluthochdruck als eigenständige Erkrankung gibt. Unbehandelt verkürzt dieser, wir beim Menschen die, Lebenszeit enorm. Die Behandlung ist bei den meisten Katzen sehr einfach möglich.

Bluthochdruck ist bei Katzen oft auch das einzige Symptom einer weiteren unbehandelt tödlich verlaufenden Erkrankung, dem Conn-Syndrom.


Magen-Darm-Probleme oder gar Vergiftung über die Feiertage


Diese Lebensmittel sind nichts für Ihren Hund und Ihre Katze

Die Feiertage stehen vor der Tür – mit leckerem Essen und vielen Versuchungen auf den festlich gedeckten Tischen. In dieser Zeit erhalten wir Tierärzte regelmäßig Anfragen zu Tieren, die Lebensmittel gefressen haben, die sie nicht fressen sollten. Einige Lebensmittel können leichte Magenprobleme verursachen, während andere zu schweren Vergiftungen führen können und sofort vom Tierarzt behandelt werden müssen. Im Folgenden beschreiben wir einige Lebensmittel, die gefährlich sind, und wann Sie unbedingt handeln sollten.

Sofort zum Tierarzt, wenn Ihr Tier eines dieser Lebensmittel gefressen hat:

  • Trauben, auch in Form von Rosinen, Korinthen oder Sultaninen
    Rosinen und Trauben können zu tödlichem Nierenversagen führen. Deshalb sollte jede Aufnahme als potenziell schwere Vergiftung behandelt werden. Bei dem Verdacht kann man das Tier bis zu ca. 2 Stunden nach der Aufnahme mit Hilfe eines Medikamentes erbrechen lassen und bis zu 24 Stunden nach der vermeintlichen Aufnahme mit der passenden Therapie unterstützen, dass möglichst wenig Wirkstoff vom Körper aufgenommen wird.
  • Hunde: Süßstoffe wie Xylitol, Xylit (auch Birkenzucker genannt)
    Diese künstlichen Süßstoffe verwenden viele Diabetiker im Alltag, auch zum Backen von Plätzchen. Sie sind außer in Diätprodukten unter anderem auch in Kaugummi und zuckerfreien Süßigkeiten enthalten. Bei Hunden können diese zu lebensgefährlich niedrigem Blutzucker und Leberschäden führen.
  • Dunkle Schokolade
    Als Richtwert gilt: ca. 20 g Zartbitterschokolade können für einen 5 kg schweren Hund bereits gefährlich sein. Nutzen Sie immer einen Schokoladenrechner, z.B. diesen hier: Schokoladenrechner – Vetklinikum.
    Schokolade enthält Kakao, der wiederum Theobromin enthält, das für Hunde giftig ist. Je dunkler die Schokolade, desto höher die Konzentration. Die ersten Symptome können Erbrechen und Unruhe sein. Schwere Vergiftungen mit Schokolade können zu Krämpfen, Herzrhythmusstörungen und Koma führen.

Lebensmittel, die Sie generell vermeiden sollten:

  • Fettige und gewürzte Speisen
    Lebensmittel, an die Tiere nicht gewöhnt sind, können zu Magen-Darm-Problemen wie Erbrechen und/oder Durchfall führen. Mahlzeiten mit fettigem Essen können eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse verursachen, die manchmal dann sogar die Ursache für einen stationären Aufenthalt beim Tierarzt ist.
  • Zwiebeln und Knoblauch (auch in Pulverform)
    Zwiebeln und Knoblauch können sowohl bei Hunden als auch bei Katzen zu Vergiftungen führen, wobei Katzen besonders empfindlich sind. Die Symptome treten 1–5 Tage nach dem Verzehr auf. Zu den Symptomen zählen Abgeschlagenheit, Erbrechen, Durchfall und Speicheln. Eine Zwiebelvergiftung kann die Blutzellen zerstören, so dass in schweren Fällen eine Bluttransfusion erforderlich sein kann.
  • Alkohol
    Nutzen Sie Alkohol bitte nicht an Silvester zur Beruhigung Ihrer Vierbeiner, denn Alkohol ist gefährlich für Hund und Katze. Für Katzen reicht schon ein Esslöffel für eine gefährliche Vergiftung, da ihr Organismus ihn schlecht abbauen kann. Beachten Sie bitte, dass manche homöopathischen Tropfen oder frei käuflichen Ernährungsergänzungsmittel, die nicht ausdrücklich für die Katze gedacht sind, Alkohol als Lösungsmittel enthalten. Halten Sie Ihren Hund von faulendem Obst (Achtung bei Zugang zum Kompost) oder Hefeteig fern, da beides nach kurzer Zeit Alkohol enthält.
  • Knochen
    Markknochen oder andere Knochen als Weihnachtsgeschenk sind für den Vierbeiner eine sehr schlechte Idee.

    • Knochen können zu Fremdkörpern im Maul, in der Speiseröhre oder dem Magen-Darmbereich werden.
    • Intensives Kauen auf dem Knochen bzw. zum Hundegebiss unpassende Knochen führen häufig unbemerkt zu Verletzungen des Zahnschmelzes und zu Zahnfrakturen.
    • Markknochen stülpen sich regelmäßig ringförmig um den Unterkiefer und müssen dann in Narkose entfernt werden.
    • Das Fressen von Knochen führt regelmäßig zu massiver Verstopfung. Auch hier wird regelmäßig eine Narkose nötig, um den sehr harten Kot zu entfernen.

Was tun bei Durchfall oder Erbrechen?

Fragen Sie sich immer: würden Sie ins Krankhaus gehen oder mit Hilfe von Schonkost versuchen, die Symptome zu lindern.

Wenden Sie sich an einen Tierarzt, wenn:

  • Ihr Hausgenosse sehr viel Flüssigkeit durch Erbrechen oder sehr häufigen Absatz von Durchfall ohne Aufnahme von Wasser verliert.
  • der Vierbeiner unter starkem Erbrechen und Durchfall leidet.
  • leichter Durchfall und mäßiges Erbrechen nicht innerhalb weniger Tage abklingen.
  • der Hund oder die Katze schlapp ist, den Appetit verliert, nicht trinkt oder Fieber (>39,5 °C) bekommt
  • Sie Blut im Erbrochenen oder deutlich blutigen oder schwarzen Stuhlgang beobachten (wenig schleimiger Kot mit Blutschlieren ist kein Notfall)
  • das Tier einen festen Bauch hat oder stöhnt.
  • ein junger Welpe Durchfall oder Erbrechen hat. Welpen und Senioren müssen früher als erwachsene Hunde vom Tierarzt untersucht werden.
  • Sie gesehen haben, dass der Hund etwas gefressen hat, das sich festsetzen kann, z. B. Knochen.
  • das Tier etwas Giftiges gefressen hat, z. B. Rosinen

So können Sie zu Hause helfen:

  • Der Körper verliert durch Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit. Geben Sie Wasser häufig und in kleinen Portionen. Trinkt das Tier zu viel Wasser auf einmal, erbricht es dies häufig sofort wieder. Lassen Sie ihr Tier nicht aus Pfützen, Brunnen oder Teichen trinken und lassen Sie Ihren Hund nicht schwimmen, da er dabei häufig verunreinigtes Wasser aufnimmt.
  • Unterbinden Sie das Fressen von Gras. Dies bedeutet, dass Katzen im Haus gehalten werden und Hunde nicht unbeaufsichtigt in den Garten dürfen, auch nicht zum Kotabsatz in der Nacht.
  • Füttern Sie kleine Portionen Schonkost mehrmals (4-6x) am Tag. Diese gibt es in verschiedenen Variationen sowohl als Nass- und Trockenfutter beim Tierarzt oder im Futtermittelhandel. Auch das Füttern von leicht verdaulichem Eiweiß, wie gekochtem weißem Fisch, Hühnchen/Pute oder Magerquark mit matschig gekochten Kartoffeln oder Reis ist möglich. Beachten Sie, dass es einige Tiere gibt, die Geflügelfleisch nicht gut vertragen. Darüber hinaus gibt es Produkte, die die Darmfunktion zusätzlich unterstützen und nachweislich die Dauer von Verdauungsbeschwerden verkürzen können. Die Produkte können bei Durchfall stopfend wirken und/oder die normale Darmflora auf verschiedene Weise unterstützen. Sprechen Sie uns an und haben Sie davon etwas in der Hausapotheke für Ihren Vierbeiner zum sofortigen Einsatz.
  • Ein tolles Hausmittel, das vielen Hunden und sogar Katzen schmeckt ist die Morosche Karottensuppe. Nutzen Sie diese gerne als ausschließliches Futter am Tag des Auftretens der Symptome. Viele Rezepte dazu finden Sie im Internet.